Fondspolice oder Depot: Was passt zu deiner Altersvorsorge?

Du möchtest mit Fonds oder ETFs fürs Alter sparen und die neue staatliche Förderung nutzen. Doch welcher Weg passt zu dir: ein Depot oder eine Fondspolice? Neben den Kosten zählt vor allem, wie du dein Geld später ausgezahlt bekommen möchtest.

Für den Start ab 2027 planen wir bei Cherry Pick beide Lösungen im Angebot. Wir erklären dir die Unterschiede und rechnen die Kosten mit dir durch. Du entscheidest, welcher Weg zu dir passt.

Fiktive Beraterin und Kunde besprechen ihre Altersvorsorge an einem Tablet – KI-generiertes Symbolbild.
KI-generiertes Symbolbild mit fiktiven Personen.

Darum geht es hier: Wir vergleichen zertifizierte Lösungen innerhalb der neuen geförderten Altersvorsorge. Ein gewöhnliches ETF-Depot und eine ungeförderte private Fondspolice unterliegen anderen Regeln.

Gleiche Geldanlage, anderer Vertrag

Beim Depot werden deine Fonds und ETFs in einem Wertpapierdepot gehalten. Bei einer Fondspolice steckt die Geldanlage in einem Versicherungsvertrag. Auch dort kann dein Geld in Fonds und ETFs investiert werden. Welche Anlagen und Aktienanteile möglich sind, hängt vom konkreten Angebot ab.

Die staatliche Förderung ist kein besonderer Vorteil des Versicherungsmantels: Auch ein förderfähiges Depot kann Zulagen erhalten. Erträge innerhalb des zertifizierten Vertrags werden während des Ansparens nicht laufend besteuert. Die späteren Leistungen aus geförderten Beiträgen sind dagegen grundsätzlich steuerpflichtig.

Wie viel Förderung für dich möglich ist, zeigt unser Ratgeber mit Förderrechner.

Die Kosten: Was bleibt von deinem Geld übrig?

Ein günstiger Depot-Sparplan kann für jemanden passen, der seine Anlage selbst auswählen und betreuen möchte. Eine Fondspolice kann zusätzliche Leistungen und persönliche Betreuung enthalten. Dafür können höhere Kosten entstehen. Entscheidend ist, was du tatsächlich bezahlst und dafür bekommst.

Wir schauen deshalb auf Versicherungs- oder Depotgebühren, die Kosten der Fonds und ETFs sowie eine vereinbarte Vergütung für Beratung, Betreuung oder Vermögensverwaltung. Hinzu kommen mögliche Kosten bei Änderungen oder der späteren Auszahlung.

Ein einfaches Rechenbeispiel: Bei einem angenommenen Guthaben von 100.000 Euro entsprechen 0,2 % jährliche Kosten ungefähr 200 Euro. Bei 1,3 % wären es ungefähr 1.300 Euro. Das sind 1.100 Euro Unterschied in einem Jahr. Über längere Zeit fehlt zusätzlich die mögliche Wertentwicklung des entnommenen Geldes.

Reines Kostenbeispiel bei unverändertem Guthaben und gleicher Berechnungsbasis. Die Prozentsätze sind Annahmen, keine bestätigten Konditionen eines bestimmten Anbieters. Ein laufender Gebührensatz ist nicht automatisch identisch mit den ausgewiesenen Effektivkosten.

Bleibt ein kostenloses Angebot auch kostenlos?

Das hängt vom Vertrag ab. Gebührenfreiheit oder die Erstattung von ETF-Kosten sind nicht automatisch für die gesamte Laufzeit garantiert. Wir prüfen, wie lange Konditionen gelten und unter welchen Voraussetzungen sie geändert werden können. Das gilt für Depot- und Versicherungslösungen gleichermaßen.

Beim Standard-Altersvorsorgedepot sind die Effektivkosten gesetzlich auf 1 % jährlich begrenzt. Beim freien Altersvorsorgedepot gibt es diese feste Prozentgrenze nicht. Das erlaubt einem Anbieter jedoch keine beliebigen einseitigen Preiserhöhungen: Auch dafür müssen die rechtlichen und vertraglichen Voraussetzungen vorliegen.

Kosten und Möglichkeiten mit uns vergleichen

Der Auszahlplan: Geld für einen vereinbarten Zeitraum

Bei einem Auszahlplan wird dein angespartes Vermögen über einen festgelegten Zeitraum ausgezahlt. Im neuen Fördersystem muss dieser mindestens bis zum vollendeten 85. Lebensjahr reichen. Ein längerer Zeitraum ist möglich.

Bleibt Geld investiert, bestehen weitere Renditechancen und Verlustrisiken. Die Höhe der Zahlungen kann sich abhängig von Wertentwicklung und Ausgestaltung verändern. Verbleibendes Kapital ist grundsätzlich vererbbar; wie die Förderung dabei behandelt wird, hängt vom Einzelfall ab.

Der Punkt, den du einplanen solltest: Endet dein Auszahlplan mit 85, kommt daraus anschließend kein Geld mehr. Dein Leben und deine laufenden Ausgaben gehen möglicherweise noch viele Jahre weiter.

Fiktives älteres Paar spaziert an einem See vor einer Alpenkulisse – KI-generiertes Symbolbild zum Ruhestand.
KI-generiertes Symbolbild mit fiktiven Personen.

Die lebenslange Rente: Eine Zahlung, solange du lebst

Bei einer lebenslangen Rente zahlt der Versicherer bis zu deinem Tod. Die Zahlung endet also nicht allein deshalb, weil du 85, 90 oder 100 Jahre alt wirst.

Dafür legst du das zur Verrentung verwendete Kapital entsprechend vertraglich fest. Rentenhöhe, Garantien, Kosten und Leistungen für Hinterbliebene müssen zusammenpassen. Ohne vereinbarte Hinterbliebenenleistung entsteht beim Tod nicht automatisch eine Auszahlung des noch nicht verbrauchten Kapitals. Eine gleichbleibende Rente verliert außerdem durch Inflation an Kaufkraft.

Du musst dich nicht zwingend schon beim Sparbeginn endgültig festlegen: Auch wer zunächst im Depot spart, kann zum Beginn der Auszahlungsphase zu einem Anbieter eines lebenslangen Rentenprodukts wechseln. Welche Rente du dann bekommst, richtet sich nach dem verfügbaren Kapital und den dann angebotenen Konditionen. Ob dir eine Fondspolice bereits heute bestimmte Rentenkonditionen sichert, prüfen wir im jeweiligen Vertrag.

Was ist dir wichtig?Darauf schauen wir
Möglichst niedrige KostenAlle Kosten bei vergleichbarer Anlage und Leistung.
Ein monatliches Einkommen bis ans LebensendeDie konkrete lebenslange Rente und ihre Garantien.
Auszahlungen für einen festgelegten ZeitraumDauer, Anpassung der Zahlungen und verbleibendes Kapital im Auszahlplan.
Geld für deine FamilieVererbung beziehungsweise Hinterbliebenenleistungen und Folgen für die Förderung.

Bei Cherry Pick sollst du beide Wege vergleichen können

Für unser Angebot ab 2027 planen wir sowohl depotbasierte als auch versicherungsförmige Lösungen. Dabei besprechen wir, wie viel Risiko du eingehen möchtest, welche Kosten entstehen und wie dein zusätzliches Einkommen im Alter aussehen soll. Konkrete Tarife und Konditionen stellen wir dir vor, sobald sie verbindlich verfügbar sind.

Wer seine Vorsorge selbst verwalten möchte, hat andere Anforderungen als jemand, der dauerhaft Unterstützung wünscht. Unsere Betreuung kann zum Beispiel die Auswahl der Anlage, den Fördercheck und die Vorbereitung der Auszahlung umfassen. Welche Leistungen und welche Vergütung du vereinbarst, klären wir vor dem Abschluss.

Wir vergleichen mit dir die passenden Möglichkeiten. Du entscheidest.

Fondspolice und Depot mit uns besprechen

Weitere Antworten findest du in unseren FAQ zum Altersvorsorgedepot. Was im Todesfall für deine Familie gilt, erklärt der Ratgeber zu Todesfall und Vererbung.

Stand: 26. Oktober 2026. Die neuen Produkte sind für den Start ab 2027 vorgesehen. Die konkrete Ausgestaltung, Kosten und Auszahlungsoptionen hängen vom jeweiligen zertifizierten Angebot ab. Fonds und ETFs können im Wert schwanken; Verluste sind möglich.